Die Schulmedizin hat klare Empfehlungen, wenn es um Kariesvorsorge geht. Sie sind bekannt, werden seit Jahrzehnten gelehrt – und doch reichen sie bei vielen Menschen nicht aus.
Fluoridhaltige Zahnpasta gilt als wichtigstes Mittel. Fluorid stärkt den Zahnschmelz, macht ihn widerstandsfähiger gegen Säureangriffe und kann früheste Demineralisierungen sogar noch rückgängig machen – allerdings nur in einem sehr frühen Stadium und bei konsequenter Anwendung.
Zweimal täglich Zähneputzen – morgens und abends, mindestens zwei Minuten – ist der nächste Standardrat. Hinzu kommt die Zahnseide oder das Interdentalbürstchen, denn in den Zahnzwischenräumen, wo sich zwei Zähne berühren, kommt keine Zahnbürste heran.
Genau dort entsteht jedoch besonders häufig Karies.
Zuckerreduktion und das Vermeiden von klebrigen Zwischenmahlzeiten ergänzen die Prophylaxe. Und natürlich: regelmäßige Zahnarztbesuche, mindestens einmal jährlich, besser halbjährlich bei erhöhtem Risiko.
Klingt nach einer überschaubaren Checkliste. Und dennoch zeigt die Realität, dass ein Großteil der Bevölkerung trotz dieser Maßnahmen immer wieder neue Karies entwickelt.